Hintergrundinfos & Gewinnspiel zum 14. Indischen Filmfestival in Stuttgart

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Wahlkampf auf Indisch und kleine Rebellionen im Alltag sind zwei Top-Themen im Programm des 14. Indischen Filmfestival Stuttgart. Mit der schwarzen Komödie Newton von Amit Masurkar startet Europas größtes indisches Filmfestival am Mittwoch, 19. Juli 2017 im Metropol Kino Stuttgart. Die Deutschlandpremiere des in Indien noch zensierten Spielfilms Lipstick under my Burkha von Alankrita Shrivastava ist ein weiteres Highlight.

Bis 23. Juli 2017 präsentiert das veranstaltende Filmbüro Baden-Württemberg im Metropol Kino (S-Mitte, Bolzstraße) mehr als 40 aktuelle Filmproduktionen aus ganz Indien.

Verlosung: Ein IFFS-Festivalpass

Die Verleihung des German Star of India für die besten Wettbewerbsfilme beendet alljährlich das Indische Filmfestival Stuttgart. Ausgezeichnet werden mit der in Indien begehrten Trophäe der Beste Spielfilm (4.000 Euro) sowie der Beste Kurz- und der Beste Dokumentarfilm (jeweils 1.000 Euro). Nach der Preisverleihung wird der Gewinner-Spielfilm nochmals gezeigt. Den Spielfilmpreis stiftet übrigens der Hauptsponsor des Festivals, der Stuttgarter Unternehmer Andreas Lapp. Der undotierte Director’s Vision Award und der Audience Award (1.000 Euro vom Münchner Bollywood-Sender Zee.One) sind weitere Festivalpreise.

Die heutige Frage:

✔ Welcher Spielfilm wurde 2016 mit dem ‚German Star of India‘ ausgezeichnet?

✔ Den gesuchten Filmtitel bitte bis 30. Juni 2017 an jahn@filmbuerobw.de senden.

Ticket-Verkauf und Online-Programm

Ab 13. Juni 2017 informiert die Homepage www.indisches-filmfestival.de über das diesjährige Filmprogramm. Tickets für die einzelnen Vorstellungen können ab 13. Juni 2017 über www.indisches-filmfestival.de online gekauft werden. Im Ticket-Center der Stuttgarter Innenstadtkinos an der Ecke König-/Bolzstraße können ab dann ebenfalls Karten für das 14. Indische Filmfestival Stuttgart gekauft werden.

Promo-Tag am 24. Juni 2017 beim Schlossplatz

Druckfrische Programmhefte für das 14. Indische Filmfestival Stuttgart verteilt das Filmbüro Baden-Württemberg am Promo-Tag, Samstag, 24. Juni 2017, zwischen 13 und 19 Uhr im Bereich zwischen der städtischen Kunstgalerie (Glaswürfel) und der Königsbau-Passage.

Wahlkampf-Komödie Newton eröffnet 14. IFFS

Im großen europäischen und deutschen Wahljahr begleitet der starke Eröffnungsfilm Newton einen pflichtbewussten indischen Wahlhelfer auf seiner schwierigen Mission in den Dschungel von Chhattisgarh, wo das Volk der Gond Adivasi zum Gang an die Wahlurne bewegt werden muss. Auf dem Gebiet der Ureinwohner kämpfen indische Streitkräfte gegen maoistische Guerillas und im Dschungelboden schlummern zudem wertvolle Bodenschätze. Wie Wahlhelfer Newton, großartig dargestellt von Bollywood-Beau Rajkummar Rao, in dieser Konflikt-Zone seinen komplizierten Job erledigt, ist ein gelungenes Lehrstück in Sachen Demokratie.

Schulfilm An Insignificant Man

Auch im Dokumetarfilm An Insignificant Man des Regie-Duos Khushboo Ranka und Vinay Shukla (wird anwesend sein), der am Donnerstag, 20. Juli 2017 im Rahmen einer Schulvorstellung gezeigt wird, geht es um Wahlkampf. Der Film rekonstruiert das aufsehenerregende Politikdebüt Arvind Kejriwals, der Indiens Politik auf den Kopf stellen will. Der polarisierende Wahlkämpfer steht für „die Sehnsucht nach politischer Erneuerung und Veränderung, die in vielen Teilen der Welt zu spüren ist,“ gibt Elisa Kromeier von der Programmleitung des Festivals zu bedenken. Viel näher am Puls der Zeit kann man kaum sein.

Gezeigt wird der Dokumentarfilm in Originalsprache mit englischen Untertiteln.

Der Schulfilm wird von der Robert Bosch Stiftung gefördert.

Bis 12. Juli 2017 können sich Schulklassen anmelden. Das Anmeldeformular steht unter www.indisches-filmfestival.de unter der Rubrik Rahmenprogramm – Schultag zum Downloaden bereit. Ausgefüllt kann es per Fax an 0711 22 10 69 oder per E-Mail an kromeier@filmbuerobw.de gesendet werden.
Ein Ticket kostet 4 € pro SchülerIn (zwei Begleitpersonen pro Schulklasse sind frei). Der Gesamtbetrag kann am Tag der Veranstaltung vor Veranstaltungsbeginn an der Festivalkasse im Metropol Kino entrichtet werden. Bei Fragen steht Elisa Kromeier gerne unter 0711 – 22 10 67 oder kromeier@filmbuerobw.de zur Verfügung.

Deutschlandpremiere Lipstick under my Burkha

Mit Spannung erwartet wird die Deutschlandpremiere des Spielfilms Lipstick under my Burkha (Centerpiece) von Alankrita Shrivastava, der in Indien noch zensiert ist. Vier Frauen, zwischen 18 und 55 Jahre alt, überschreiten Grenzen, die eine konservative Gesellschaft gesetzt hat. Ein Collegegirl träumt unter der Burkha von einer Karriere als Popsängerin und eine Witwe entdeckt durch eine Romanze am Telefon ihre Sexualität. „Burkha und Lippenstift, im Film Requisiten, sind Metaphern für die Realität und die Wünsche der Frauen,“ erklärt Elisa Kromeier, die gemeinsam mit Roland Fischer für das Filmprogramm verantwortlich ist.

Sunny Leone neben Shah Rukh Khan

Die Dokumentation Mostly Sunny von Dilip Mehta porträtiert Sunny Leone, die in der indischen Kleinstadt Samia als Tochter strenger Sikh-Eltern zur Welt kam und im amerikanischen Kalifornien aufwuchs. Die Bollywood-Beauty mit US-Pass begann ihre Karriere als Cover-Girl und Porno-Star. Im Programm des 14. Indischen Filmfestival Stuttgart ist die Schauspielerin zudem als Leila an der Seite von Leinwand-Gott Shah Rukh Khan in Rahul Dholakias Bollywoodstreifen Raees zu sehen. Shah Rukh Khan legt sich in Raees als smarter Verbrecher mit der Polizei an. Raees läuft als ‚Rapid eye movies‘-Special.

Pihu – Nervenkitzel der besonderen Art

Fünf Tage lang lädt das 14. Indische Filmfestival Stuttgart zu einem Trip durch die brandaktuelle Welt des indischen Kinos ein. „Es gehört zum Sommer in Stuttgart einfach dazu,“ betont Festivalleiter Oliver Mahn. Unangefochten regiert die Filmkunst mit spannenden, sozialkritischen und dennoch unterhaltsamen Werken. Die Stuttgarter Programmleitung, die von den beiden langjährigen Kuratorinnen Uma da Cunha aus Mumbai und Therese Hayes aus Palm Springs beraten wird, setzt auf Filme mit universellen Geschichten, die weltweit verstanden werden. „Es geht um Beziehungen wie in A Death in the Gunj und dem Closing-Film Mukti Bhawan – Hotel Salvation von Bhutiani, Nächstenliebe wie in Kaasav – The Turtle von Sumitra Bhave oder Träume und Wünsche wie in Half Ticket von Samit Kakkad,“ fasst Kromeier zusammen.

Nervenkitzel der schier unerträglichen Art liefert der Thriller Pihu von Vinod Kapri. In den Morgenstunden versucht die zweijährige Pihu vergeblich, ihre Mutter zu wecken. Als diese nicht reagiert, begibt sich das Kleinkind auf eine gefährliche Entdeckungsreise durch die Wohnung. Im Krimi Autohead von Rohit Mittal dreht ein Filmteam eine Dokumentation über einen Rikscha-Fahrer in Mumbai. Je mehr sie in dessen Leben eindringen, desto mehr entdecken sie die dunklen Geheimnisse ihres Protagonisten.

Familienfilm Half Ticket: Slum-Kids träumen vom Pizzaessen

Mit Samit Kakkads Half Ticket zeigt das Festival in Stuttgart einen großartigen Spielfilm für die ganze Familie. Die Stuttgarter Schauspielerin Juliane Bacher wird im Kino die wundervolle Geschichte von zwei Slum-Kids, die von einem herzhaften Pizzaessen träumen, deutsch einsprechen.

Krimi-Fans dürfen Wrong Side Raju vom Produzenten Anurag Kashyaps nicht versäumen. Kokona Sen Sharma ist mit zwei Festivalfilmen vertreten – einmal in einer Rolle in Lipstick under my Burkha und dann noch mit dem Regiedebüt A Death in the Gunji, in dem der im Januar verstorbene internationale indische Filmstar Om Puri (East is East) in einer seiner letzten Rollen zu sehen ist.

Indiens Gay-Aktivist präsentiert vor CSD Stuttgart neuen Film

Eine Woche vor der CSD-Polit-Parade am 29. Juli in der Stuttgarter City thematisiert das 14. Indische Filmfestival Stuttgart das Thema Homosexualität. Shab – The Night vom indischen Gay-Aktivisten Onir führt in die kosmopolitische Stadt Delhi, die Menschen aus allen Teilen der Welt beherbergt. Einige erhoffen sich, dass hier ihre Träume Wirklichkeit werden. Für andere ist die Stadt vor allem ein Fluchtpunkt, um der Vergangenheit zu entkommen. Der Film beschreibt die Reise zweier Charaktere, die in der Millionenstadt versuchen, ihr individuelles Lebenskonzept zu realisieren. Er beschreibt auf der einen Seite ihre Sehnsüchte, ihre Suche nach Liebe und auf der anderen Seite die äußeren Einflussfaktoren, das städtische Umfeld, das ihr Schicksal mitbestimmt. Einer der Protagonisten lebt offen schwul.

Gelernt hat Regisseur Onir das Filmeschneiden 1991 beim SFB TTC in Berlin. Bei seinem ersten Dokumentarfilm Fallen Hero (1992) war er als Regisseur und Produzent tätig. Später arbeitete er als Editor, Song-Designer und Song-Direktor. 2004 produzierte er gemeinsam mit Sanjay Suri den Film My Brother…Nikhil, der als einer der ersten Mainstream-Filme das Thema Homosexualität aufgriff und 2005 im Festivalprogramm in Stuttgart zu sehen war. Er drehte auch die indisch-australische Dokumentation Raising the Bar (2016) über sechs junge Menschen mit Downsyndrom, die 2016 den Hollywood International Independent Documentary Award auf dem Indian Film Festival Melbourne gewann.

Kein Platz für alleinstehende gebildete Frauen

Die meisterhaften Geschichtenerzähler aus Indien beherrschen ihr Handwerk auch in den leisen Filmen, die den Schwachen in der Gesellschaft eine Stimme geben. In dem Spielfilm A Billion Color Story von N. Padmakumar wird eine Mittelstandsfamilie nach ihrem Umzug in eine ärmere Gegend erstmals mit Rassismus konfrontiert. Der Kurzfilm Azaad von Rahul V. Chitella stärkt den unerschrockenen und mutigen Journalisten den Rücken. Escaping Agra von Pallavi Somusetty schildert das Schicksal eines Transgenders. In Bachelor Girls von Shikha Makan erfährt das Publikum von den Schwierigkeiten einer gebildeten alleinstehenden Frau bei der Wohnungssuche in Mumbai. Nicht die horrenden Mieten sind das eigentliche Problem, vielmehr die Hausgemeinschaften, die ein Mitspracherecht haben und in deren Weltbild moderne, selbstständige Frauen nicht vorkommen.

Spannende Lektion im nachhaltigen Bauen

Der einmalige Programm-Mix in Stuttgart stellt auch die Architektin Didi Contractor vor, die einst als Innenarchitektin für die Reichen in den Metropolen arbeitete und im hohen Alter im Norden Indiens ursprüngliche Bauweisen und natürliche Baustoffe wiederentdeckte. Für die Architekten-Metropole Stuttgart ist das Filmporträt Earth Crusader von Shabnam Sukhdev mit Didi Contractor eine spannendne Lektion in nachhaltigem Bauen.

Regisseur Haobam Paban Kumar schuf mit seinem Spielfilmdebüt Loktat Lairembee – Lady of the Lake, das ausschließlich mit Laiendarstellern aus der Region gedreht wurde, die kinematografische Auseinandersetzung mit seinem Land zu einem dramatischen Einzelschicksal. Mythologie und politischer Kampf verdichten sich zu einem ethnografischen Thriller. Schauplatz ist der Loktak-See, ein landschaftliches Paradies im Nordosten Indiens, wo extreme Schönheit auf extreme Gewalt trifft. Es herrscht das Recht des Stärkeren.

Auch das geht beim Indischen Filmfestival in Stuttgart: Einen Tag in Indien erleben – Richie Mehtas Dokumentarfilm India in a Day macht’s möglich. Mehr Indien geht nicht – die 14. Ausgabe des Indischen Filmfestival Stuttgart kann wiederum als aktuelle Bestandsaufnahme und Spiegel der indischen Gesellschaft gewertet werden. Das Festival-Team um Leiter Oliver Mahn erfreut mit einer vielversprechenden Filmauswahl, die niemals wegschaut und für jeden Geschmack ein Kinoerlebnis verspricht.

Earth Crusader

Die Master Class Stuttgart 2017 widmet die MFG Filmförderung dem indischen Regisseur Dev Benegal und verlegt sie vom eigentlich vorgesehenen Termin im Herbst direkt ins Rahmenprogramm des 14. Indischen Filmfestivals Stuttgart. Am Freitag, 21. Juli 2017, wird zunächst im Metropol Saal 2 (10 bis 12 Uhr) Dev Benegals Spielfilm Road, Movie gezeigt. Um vor der Verantwortung, das Großunternehmen seiner Familie zu übernehmen, zu fliehen, erklärt sich Vishnu bereit, den alten Chevy seines Onkels quer durch Indien zurückzubringen. Unterwegs nimmt er die verschiedensten Menschen mit und erlebt eine magische Reise, die sein Leben verändern soll.

In Road, Movie wirkt auch Tannishtha Chatterjee mit, die 2016 Ehrengast beim Indischen Filmfestival Stuttgart war.

Um 13.30 Uhr beginnt dann bei der MFG Filmförderung in der Breitscheidstraße 4, 3. Stock, (Bosch-Areal am Berliner Platz neben der Liederhalle) die dreistündige Master Class Stuttgart 2017 mit Dev Benegal. Ausnahmsweise wird eine Anmeldegebühr von 15 Euro verlangt, die auch das Ticket für Road, Movie beinhaltet. Wer nur den Spielfilm um 10 Uhr sehen will, muss ein reguläres Festivalticket kaufen (9 Euro, ermäßigt 8 Euro).
Filmemacher Dev Benegal nimmt die ZuhörerInnen auf eine persönliche Reise durch die indische Kinolandschaft mit. Er zeigt Filme, die über die Bollywood-Formel hinaus das Leben auf dem Subkontinent entdecken. Anhand von Ausschnitten einiger Klassiker und Kultfilme zeigt er die Arbeit von Filmemachern, die die Regeln brechen, um sich Gehör zu verschaffen.

Dev Benegal gilt als Pionier des indischen Kinos. Sein preisgekrönter Film English, August (1994) gilt als Meilenstein des zeitgenössischen Films in Indien. Sein zweiter Spielfilm Split wide Open (1999) feierte auf dem Venice Film Festival Premiere und überzeugte weltweit. Mit Road, Movie (2009) war Benegal auf dem Festival de Cannes vertreten. Neben seiner Tätigkeit als Regisseur arbeitet Benegal unter anderem auch als Berater der eQuinoxe Europe Workshops für Filmschaffende. Dev Benegal ist Jurymitglied (Spielfilm) beim 14. Indischen Filmfestival Stuttgart.

Die Master Class Stuttgart bietet die MFG seit 2012 in Kooperation mit eQuinoxe Europe an.

German Star of India‘ in Indien begehrter Filmpreis

Zum Abschluss des Festivals wird verkündet, wer im Wettbewerb auf dem Siegertreppchen stehen wird. Der ‚German Star of India‘ aus Stuttgart ist für die indische Filmbranche längst zum begehrten Filmpreis geworden. Den mit 4.000 Euro dotierten ‚German Star of India‘ für den Besten Spielfilm hat der Hauptsponsor des Festivals, der Stuttgarter Unternehmer und Honorarkonsul der Republik Indien für Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz Andreas Lapp, gestiftet. Mit jeweils 1.000 Euro dotiert sind die Preise für Bester Kurzfilm und Bester Dokumentarfilm. Der undotierte ‚Director’s Vision Award‘ geht an einen engagierten Regisseur und das Publikum stimmt über den mit 1.000 Euro dotierten ‚Audience Award‘ ab, der vom Münchner Bollywood-Sender Zee.One unterstützt wird. Im Vorjahr gewann die Gesellschaftssatire Thithi von Raam Reddy den ‚German Star of India‘ für Bester Spielfilm.

Eine Tee-Reise durch den Norden Indiens

Vom ersten Festival an dabei sind die ‚Tea Talks‘, tägliche Gesprächsrunden mit Experten. In diesem Jahr konzentrieren sich die Talks, die von der Robert Bosch Stiftung gefördert werden, auf folgende vier Themen:

✔ ‚Indische Migranten in Afrika – Eine Brücke für Indiens Engagement auf dem Kontinent‘,
✔ ‚Indien und der Westen – Globalisierung und Identität‘,
✔ ‚Stuttgart, Mumbai und der Verkehr – Mobilität zwischen Gewohnheiten und Status‘
✔ ‚Von Assam nach Darjeeling – Eine Tee-Reise durch den Norden Indiens‘.

Festival-Hingucker: 3raddisko am Roten Teppich

Indischer Festival-Sommer in der Stuttgarter City und Party-Stimmung am Roten Teppich: Mit Seifenblasen, Lightshow und satten Beats inszeniert die 3raddisko von Marcus Vetter vor dem Metropol Kino ein ganz besonderes Event. Das orange dreirädrige Moped (3 PS, Krause Duo 4/1) verströmt seit 2012 auf Gehwegen und Plätzen in Stuttgart gute Laune. Das Party-Mobil war ursprünglich ein Krankenfahrstuhl aus der damaligen DDR. Multitalent und Weltreisender Marcus Vetter verwandelte das Gefährt in eine Disco auf Rädern – mit 300 W Soundleistung, LED und Laserlicht, Seifenblasen und einem Video-Beamer an Bord. Das Kult-Vehikel bringt auch zum 14. Indischen Filmfestival waschechte Street-Culture nach indonesischem Vorbild. Eingefleischte Weizenschlürfer vor dem Palast der Repubik machen das einstige Stuttgarter Bermudadreieck zum Dancefloor, wenn die 3raddisko vorfährt und die lauschige Ecke mit indonesischem Hip-Hop beschallt. Auch die Fans der TV-Serie Die Kirche bleibt im Dorf lieben die 3raddisko.
Marcus Vetter: „Ich freue mich, dass ich die meisten Menschen durch einfaches Vorbeifahren zum Lächeln bringen kann. Und das in einer Zeit wo vielen das Lächeln im Alltag längst vergangen ist“. Deshalb sind seine Ausfahrten in einer Seifenblasen- und Musikwolke auch durchaus ernsthafte Versuche mit dem Projekt die Kultur der Stadt Stuttgart bunt zu halten. Der mobile Club ist das Instrument eines Eventkünstlers. Die Playlisten sind ganz bewusst genreübergreifend, interkulturell, manchmal provozierend oder das Zeitgeschehen kommentierend.

[Informationen bereitgestellt von: Filmbüro Baden-Württemberg]

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